Wandern
Schwindelfrei und Knieschonend auf Madeira: Die Schönsten Wanderungen Ohne Abgründe
Entdecken Sie Madeiras Lorbeerwälder und Bergpanoramen ohne Schwindel und steile Stufen. Flache Levadas, gesicherte Pfade und bequeme Aussichtspunkte.

Wer Reisevideos über Madeira sieht, blickt auf spektakuläre Felsgrate und Wasserfälle, die in grüne Schluchten stürzen. Was diese kurzen Clips fast nie zeigen, ist der eigentliche Pfad unter den Wanderschuhen. An vielen beliebten Stellen ist dieser Pfad eine schmale Betonmauer von kaum vierzig Zentimetern Breite, die an einer senkrechten Basaltwand entlangführt, mit zweihundert Metern gähnender Tiefe direkt daneben.
Für Menschen mit Höhenangst, Schwindelgefühlen oder Kniearthrose wird ein solcher Weg schnell zum Albtraum statt zum Traumurlaub. Wir sprechen regelmäßig mit Reisenden, die eine viel gelobte Tour gebucht haben und dann vor Panik auf einer ungesicherten Felskante erstarren oder die folgenden Tage mit schmerzenden Kniegelenken im Hotel verbringen. Das muss nicht sein, um Madeiras fantastische Natur zu erleben.
Die Insel besitzt hunderte Kilometer Wanderwege, die breit, vollkommen eben und durch stabile Geländer gesichert sind. Sie können durch uralte Lorbeerwälder spazieren, Wasserfälle bestaunen und über die Küste blicken, ohne jemals an einem steilen Abgrund zu stehen oder tausende Treppenstufen zu steigen. Hier sind die besten schwindelfreien und knieschonenden Touren der Insel.
Die Realität der Levadas: Warum Fotos die Tiefe verschweigen
Levadas sind historische Wasserkanäle aus Stein und Beton, gebaut um Quellwasser aus den feuchten Bergen des Nordens zu den Feldern im Süden zu leiten. Der schmale Fußweg daneben war als reiner Kontrollpfad für die Wasserwärter gedacht, nicht als Wanderpromenade.
Viele bekannte Abschnitte wurden zwar mit Drahtseilen gesichert, doch auf Wegen wie der Levada Nova oder Teilen der PR9 Caldeirão Verde laufen Sie noch immer auf schmalen Mauern ohne Geländer. Wer seine Route vorher genau auswählt, spart sich böse Überraschungen.
Die vier besten schwindelfreien, ebenen Wanderungen
Diese vier Strecken bieten Naturgenuss ohne Höhenangst:
- PR11 Vereda dos Balcões (Ribeiro Frio): Der ideale Weg für alle Generationen. Der Pfad ist anderthalb Kilometer lang, angenehm breit, flach und mit feinem Kies bedeckt. Am Ende wartet eine geräumige Steinterrasse mit stabilem Eisengeländer und Blick auf Pico do Arieiro und Pico Ruivo.
- PR18 Levada do Rei (São Jorge): Auf 5,3 Kilometern führt dieser ruhige Waldweg durch dichten Lorbeerwald. Der Pfad bleibt durchgehend breit und flach, Absturzkanten sind lückenlos mit Drahtzäunen gesichert. Es gibt fast keine Stufen, was die Knie schont.
- PR6.2 Levada do Alecrim (Rabaçal): Während die bekannte Tour zu den 25 Quellen mit harten Treppenstufen die Gelenke fordert, bleibt die Levada do Alecrim auf der Hochebene. Der Weg verläuft ohne Schwindelstellen sanft am Hang entlang bis zu einer friedlichen Lagune.
- Levada dos Tornos (Abschnitt Monte nach Camacha): Ein schattiger Waldweg durch Eukalyptusbäume und Hortensien, flach und einfach zu gehen, gut erreichbar von Funchal.
Aussichtspunkte ohne Wandermühe
Wer Meeresblicke ganz ohne Wanderung genießen möchte, fährt diese Aussichtspunkte direkt mit dem Auto an:
- Miradouro do Guindaste (Faial): Zwei verglaste Aussichtsplattformen ragen über die Klippen der Nordostküste, nur wenige Schritte vom Parkplatz entfernt.
- Miradouro da Ponta do Rosto (Caniçal): Sie parken direkt an der Steilküste und blicken auf die Brandung des Nordatlantiks.
- Eira do Serrado: Oberhalb des Nonnentals gelegen, führt ein befestigter, sanfter Fußweg vom Hotelparkplatz zur Aussichtsplattform.
- Mole von Ponta do Sol: Ein ebener Spaziergang über den alten Steinpier direkt am Wasser.
Wege, die Sie bei Gelenkbeschwerden meiden sollten
Streichen Sie Touren wie den PR1 Pico do Arieiro zum Pico Ruivo aus Ihren Plänen, wenn Sie Knieprobleme haben. Dort warten tausende unebene Steinstufen und steile Eisenleitern. Meiden Sie auch die Levada Nova wegen ungesicherter Felsbänder und den PR16 wegen stockdunkler, feuchter Tunnel.
Für flache Levadas eignen sich flexible Trailrunning-Schuhe mit griffiger Gummisohle deutlich besser als schwere, steife Bergstiefel. Zudem fährt der Linienbus 103 von Funchal direkt zum Ausgangspunkt der PR11 in Ribeiro Frio.
Madeira ohne Mietwagen: Knieschonende Gärten und Aussichtspunkte per Bus
Viele Urlauber meiden steile Gebirgsstraßen und enge Serpentinen auf Madeira völlig zu Recht. Sie brauchen auf dieser Insel kein Auto, um spektakuläre Landschaften und weltberühmte Parkanlagen zu genießen. Wenn Sie Ihre Knie schonen und Treppensteigen vermeiden möchten, bietet der Süden rund um Funchal hervorragende Möglichkeiten:
- Monte Palace Tropical Garden per Seilbahn: Direkt von der Altstadt in Funchal schwebt die Seilbahn in 15 Minuten hinauf nach Monte. Das Gelände bietet befestigte Hauptwege mit sanftem Gefälle sowie Golf-Carts für Besucher mit Gehschwierigkeiten. Zurück ins Zentrum nehmen Sie die Seilbahn oder den Stadtbus der Linie 20 oder 21.
- Palheiro Gardens (Blandy-Gärten) per Bus 36: Dieser englische Landschaftsgarten auf rund 500 Metern Höhe oberhalb von Funchal lässt sich weitgehend eben erwandern. Die Stadtbuslinie 36 der Horários do Funchal fährt vom Zentrum bis direkt vor das Eingangstor.
- Lido-Promenade: Ein kilometerlanger, komplett ebener Küstenweg am Atlantik entlang. Unterwegs laden Cafés, Bänke und Meerwasserschwimmbäder zu Pausen ein. Die Buslinien 01, 02 und 04 verbinden die Promenade mit der gesamten Stadt.
Fragen
Kurze Antworten. Für heute zählen die Kameras, und die Gebühr steht bei SIMplifica.
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